Dieses Forum dient dem Austausch über Projekte, die sich mit dem Dichter und Naturforscher Adelbert von Chamisso (1781-1838) beschäftigen. Wenn Sie Chamisso-Projekte vorstellen möchten, Unterstützung suchen oder Veranstaltungen ankündigen wollen, können Sie das auch als nicht registrierter Nutzer tun: Schicken Sie bitte eine Mail mit Ihren Informationen und Fragen an den Webmaster Michael Bienert.

Mittwoch, 20. November 2013

Was der Chamisso-Webmaster sonst so macht

Eine ganze Zeitungsseite widmet der Berlin-Teil der "taz" heute dem neuen Buch von Michael Bienert über Moderne Baukunst in Haselhorst. Es stellt Entstehung, Geschichte, Bewohner und Sanierung der ehemaligen Reichsforschungssiedlung erstmals im Zusammenhang dar: Es handelte sich um das größte und letzte Wohnungsbauprojekt der Weimarer Republik in Berlin.  Der "taz"-Artikel ist jetzt auch online verfügbar, außerdem ein ausführlicher Beitrag im rbb-Inforadio.

Freitag, 25. Oktober 2013

Anton Graff und Chamissos Zeitgenossen in der Alten Nationalgalerie

Von Elke Linda Buchholz - Chamisso ist nicht dabei, leider. Aber lauter illustre Zeitgenossen haben sich zum Gipfeltreffen in der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel eingefunden – anlässlich des 200. Todesjahres des Mannes, der sie alle porträtierte: Anton Graff. Weit über 100 kluge und elegante Köpfe versammelt die Ausstellung, die Aufklärer Lessing, Mendelssohn, Nicolai, die Salondame Henriette Herz, aber auch Schiller oder den Schauspieler August Wilhelm Iffland. Ob Bürger oder Aristokrat, Kurfürst oder Steinguthändler: Graff betrachtet jeden mit derselben Aufmerksamkeit. Von weitem oder nur flüchtig gesehen wirken Graffs zurückhaltend komponierte Bildnisse wenig spektakulär. Er war keiner, der die Kunst mit genialischem Pinselschwung revolutionierte. Sondern ein feinsinniger Beobachter, der seine Mitmenschen, ob Prinz oder Kaufmann, als fühlende, denkende Wesen wahrnahm. Wer so wenig auftrumpft, gerät als Künstler leicht in Vergessenheit. Der Schweizer Kokurator der Ausstellung aus Graffs Geburtsort Winterthur erzählt, dass alle großen Schweizer Museen Graffs Werke in den letzten Jahrzehnten ins Depot verbannten. Erst jetzt holen sie sie langsam wieder hervor. Bis 23. Februar 2014, ausführliche Besprechung folgt. Zur Ausstellungswebsite

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Briefe um 1800 - Tagung in Berlin

Vom 27. bis 29. November findet im Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität eine Tagung zur Briefkultur - mit dem verrätselnden Untertitel "Zur Medialität von Generation" - statt. Unter anderem hält Monika Sproll einen Vortrag über "Gelebtes  Wissen  in  Naturkunde  und  Literatur  in  den   Briefen  von  Georg  Adolf  Erman  an  Adelbert  von  Chamisso". Das gesamte Tagungsprogramm wurde heute veröffentlicht, Sie finden es hier.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Ein verschollenes Opernlibretto? Über eine fiktive Begegnung zwischen Chamisso und Franz Xaver Mozart im Jahr 1820

Von Peter Sührung (Berlin). Für den Fall, dass noch nicht alle Chamisso-Freunde davon Notiz genommen oder es mit Vergnügen gelesen haben: Dieter Kühn hat in seiner zu höchstens einem Achtel dokumentarischen und zu mindestens sieben Achteln fiktiven Biografie des jüngeren,1791 geborenen Sohns von Wolfgang A. Mozart, des in Lemberg (damals österreichisches Galizien, heute Ukraine) als Pianist, Dirigent und Komponist wirkenden Franz Xaver Mozart, die nicht ganz abwegige, gut erfundene Idee ausgeführt, ihn mit Adelbert von Chamisso zusammentreffen zu lassen. Die in dem noch lieferbaren Fischer-Taschenbuch Nr. 17914 Ein Mozart in Galizien im Jahr 2008 erschienene Schilderung (auf den Seiten 362-384) zeugt von intimen und geschickt ausgebreiteten Kenntnissen Kühns der damaligen Lebens- und Produktionsbedingungen von Chamisso.

Montag, 21. Oktober 2013

Sammlungökonomien - Tagung in Gotha

Für alle, die sich mit Chamissos Sammlungstätigkeit als Naturforscher interessieren, könnte eine Tagung interessant sein, die am 21./22. November in Gotha stattfindet. Im folgenden zitieren wir die Presseeinladung des Museums für Naturkunde in Berlin.

Samstag, 19. Oktober 2013

Leiziger Völkerschlacht: Der Invalid im Irrenhaus

Napoleon bei Leipzig
Bildquelle: Wikipedia
»Leipzig, Leipzig! arger Boden, Schmach für Unbill schafftest du. Freiheit! hieß es, vorwärts, vorwärts! Trankst mein rotes Blut, wozu?« Diese Zeilen schrieb Adelbert von Chamisso 1827 – 14 Jahre nach der Völkerschlacht. Welche Verzweiflung, welche Verbitterung sprechen aus diesen Worten – und drücken damit die Dramatik der Völkerschlacht und ihrer Folgen aus. In der seit der Antike wohl größten Schlacht kämpften mehr als eine halbe Million Soldaten gegeneinander. Gut 100.000 wurden getötet oder verwundet. Und das Leid derjenigen, die an der Schlacht gar nicht beteiligt waren, die Menschen, die in Leipzig und den Dörfern rund um die Stadt lebten, ist hier noch gar nicht erfasst...  Mit einem Chamisso-Zitat hat der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich seine Ansprache zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig eingeleitet. Die ganze Rede lesen Sie hier.

Freitag, 18. Oktober 2013

Rätsel. Kämpfe. Brüche. - Die Dauerausstellung im erweiterten Kleist-Museum

Von Michael Bienert - Das Kleist-Museum in Frankfurt/Oder hat einen Neubau erhalten, außen spröde und kantig, um dem kleineren barocken Altbau nicht die Schau zu stehlen, innen jedoch angenehm hell, freundlich, geräumig und zweckmäßig. Die neue Dauerausstellung mit dem Titel "Rätsel. Kämpfe. Brüche." beginnt im Obergeschoss und erstreckt sich über beide Gebäude. Zu einem gewagten Schnitt hat sich die Kuratorin Barbara Gribnitz entschlossen: Werk und Leben präsentiert sie scharf getrennt, die Rezeptionsgeschichte bleibt ausgeblendet - oder aber künftigen Sonderausstellungen vorbehalten. Eine tiefe Skepsis gegenüber der bisherigen Überlieferungs- und Deutungsgeschichte des Autors ist hinter dieser Entscheidung zu spüren. Stattdessen versucht die Ausstellung, sogleich in medias res zu gehen und den Besucher mit der eigentümlichen Kleistschen Sprache zu konfrontieren.

Montag, 14. Oktober 2013

Chamissos Berlin - jetzt auch als Karte

Im jüngsten Chamisso-Magazin, das zur Buchmesse erschien, ist diese schön gedruckte historische Karte von Chamissos Berlin enthalten, auf der allerdings aus Platzgründen nur acht wichtige Orte markiert und erläutert werden konnten. Doch es gibt sehr viel mehr Chamisso-Orte in Berlin und anderswo, deshalb haben wir jetzt mit dem Aufbau einer digitalen Karte begonnen. Informationen und Links finden Sie hier.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Chamisso-Magazin Nr. 9

Zur Frankfurter Buchmesse ist das neunte Chamisso-Magazin der Robert-Bosch-Stiftung erschienen, bei dem diesmal der Namensgeber des Chamisso-Preises im Mittelpunkt steht. Das Magazin enthält unter anderem folgende Beiträge:
- Klaus-Dieter Lehmann: Adelbert von Chamisso – ein früher Bote im internationalen Kulturaustausch  
- René-Marc Pille: Vom französischen Adelsemigranten zum deutschen Dichter. Zu Chamissos literarischem Sprachwechsel  
- Michael Bienert: Die Stunde der Editorinnen. Wissenschaftliche Editionen im Internet und Buchneuerscheinungen 
- Monika Sproll: »schwärmend in fremdartiges mich umzusehen« Chamissos Korrespondenzen im Januar 1821 
- Michael Bienert: Mit Siebenmeilenstiefeln durch Berlin im Jahr 1832 – und heute
Download kostenlos unter http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Chamisso_Magazin_9_2013.pdf

Kew Gardens

Der Webmaster im Dschungel
von Kew Gardens
Sorry, der Webmaster war ein paar Tage nicht zu erreichen. Der Grund: eine Fortbildungsreise nach London, die auf Chamissos Spuren auch nach Kew in den Königlichen Botanischen Garten führte. Der Botaniker Chamisso hat Kew Gardens während des London-Aufenthaltes gegen Ende seiner Weltreise im Juni 1818 zu Studienzwecken besucht, heute gehört die ganze Anlage zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das berühmte Palmenhaus (Foto) wurde erst 30 Jahre später eröffnet. Der Webmaster hat ein paar Esskastanien vom ältesten Baum in Kew Gardens, der zu Chamissos Zeiten schon Früchte trug, mit nach Berlin gebracht.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Schlemihls Siebenmeilenschritte

Bernd Ballmann im National Maritime
Museum (Greenwich/London).
Foto von Jobst Richard Thuerauf
Von Bernd Ballmann (London)

Peter Schlemihls Siebenmeilen-
schritte gehören ins Reich der Märchen. Gehören sie aber nur dahin? In einer Chamisso-Biographie lesen wir: "Mit einem Schritt ist er [Schlemihl] am Nordpol, mit dem nächsten in China und mit dem dritten und vierten einmal um die ganze Erde gereist." Nein, ganz so märchenhaft großzügig geht Chamisso mit seinem Motiv nicht um. Die Wunderstiefel tragen Schlemihl nicht einmal quer übers Mittelmeer. Es ist ihm offenbar nicht möglich, etwa von Tunis nach Sizilien überzusetzen, obwohl es dazwischen noch einen Trittstein gibt, die Insel Pantelleria. Er sieht sich gezwungen, das Meer zu umgehen: auf der Ostseite die syrische Küste entlang, auf der Westseite über die Meeresenge von Gibraltar hinweg. Auch das Adriatische Meer umgeht er auf seinem Weg von Italien nach Griechenland.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Schlemiels Schicksale - Die Handschrift als Faksimile - Buchvorstellung am 16. November 2013 in Kunersdorf

Im November erscheint im Findling Verlag Peter Schlemiel’s Schicksale mitgetheilt von Adelbert von Chamisso. Es handelt sich um die Faksimile-Ausgabe der Handschrift mit einer diplomatischen Transkription von Katrin Dennerlein, herausgegeben von der Chamisso-Gesellschaft e. V. - Präsentiert wird das Buch am 16. November 2013, um 16.00 Uhr im Kunersdorfer Musenhof. Aus der Novelle liest der Schauspieler René Schwittay vom Hans-Otto-Theater Potsdam.
Reservierung unter Tel. (03 34 56) 15 12 27


Peter Schlemiel`s Schicksale mitgetheilt von Adelbert von Chamisso
Faksimile-Ausgabe der Handschrift
Herausgeber: Chamisso-Gesellschaft e. V.
Die Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz stellte die Abbildungen und die Handschrift (Original) zur Verfügung.
Transkription Katrin Dennerlein
Findling Verlag, Kunersdorf 2013, 184 Seiten, 24,90 €
ISBN 978-3933603-50-0

Mittwoch, 25. September 2013

Chamissos Schädel. Ein Fund in Berlin

„Die mehrsten Menschen, wie auch unsere Nordländer, bestatten ihre Toten und halten die Gräber heilig. Der Reisende und Sammler kann nur durch einen seltenen glücklichen Zufall zu dem Besitze von Schädeln gelangen, die für die Geschichte der Menschenrassen von der höchsten Wichtigkeit sind.“ Adelbert von Chamisso, Reise um die Welt

Fundorte von Schädeln, die Chamisso
sammelte. Zum Vergrößern anklicken!
Anfangs war es ihm kaum mehr als eine beiläufige Randnotiz wert. Am Schluß seiner Bemerkungen und Ansichten aus dem Jahr 1821, die als dritter Band zu Otto von Kotzebues Entdeckungs-Reise in die Südsee und nach der Bering-Straße zur Erforschung der nordöstlichen Durchfahrt erschienen, vermerkte Adelbert von Chamisso anlässlich des Besuchs der russischen Brigg "Rurik" bei den Bewohnern der in der Bering-Straße belegenen Sankt Laurenz-Insel: “Sie scheinen nicht ihre Todten … zu verbrennen. Wir haben Schädel auf dem Plateau der Insel und in den Felsentrümmern am Fuße der Höhen angetroffen, aber nicht die aus Treibholz ausgeführten Monumente bemerkt, die auf der amerikanischen Küste die Ruhestätte der Todten über den gefrornen Boden der Hügel bezeichnen, und vor den wilden Thieren schützen”.
In seinem zwei Jahrzehnte später verfaßten sogenannten Tagebuch der Reise um die Welt wird Chamisso in diesem Punkt sehr viel deutlicher, als er davon berichtet, wie die Expedition während der Sommer-Kampagne 1816 die Sankt Laurenz-Insel, den nördlich davon gelegenen Kotzebue-Sund an der Westküste Alaskas und schließlich die Kette der Aleuten-Inseln besuchte. Hier notiert er zu den Funden menschlicher Schädel: „Ich habe das Glück gehabt, die reiche Schädelsammlung des Berliner Anatomischen Museums mit dreien, nicht leicht zu beschaffenden Exemplaren zu beschenken: diesem von der Sankt-Laurenz-Insel, einem Aleuten aus einem alten Grabmal auf Unalaschka und einem Eskimo aus den Gräbern der Bucht der Guten Hoffnung in Kotzebues-Sund. Von den dreien war nur der letztere schadhaft“.
Auch der Maler der „Rurik“-Expedition, Ludwig Choris, bildete 1822 in sein illustrierten Reisewerk den Schädel eines Eskimos vom Kotzebue-Sund und den eines Aleuten ab. So deutlich indes Chamissos Hinweis auf die von ihm gesammelten Menschen-Schädel aus der Arktis, so unbeachtet blieben sie dann über beinahe zwei Jahrhunderte. Jetzt ist es dem Biologen Matthias Glaubrecht gelungen, wenigstens einen dieser drei von Chamisso erwähnten Schädel ausfindig zu machen. Derjenige eines etwa 60 Jahre alten männlichen Aleuten von der Insel Unalaschka befand sich lange Zeit in der Sammlung des Anatomischen Instituts der Charité in Berlin. Die Odyssee dieses Schädels mit der Inventarnummer AN 3901 konnte rekonstruiert und dieser mit modernsten anthropologischen Methoden untersucht werden (ausführlich dazu: Glaubrecht, M., Seethaler, N., Teßmann, B. & Koel-Abt, K. 2013. „The potential of biohistory: Re-discovering Adelbert von Chamisso’s skull of an Aleut collected during the “Rurik” Expedition 1815-1818 in Alaska“, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Zoosystematics and Evolution, Band 89, Heft 2: 317-336.)
Der Originalschädel auf der Neuausgabe
der Reise um die Welt in der
Anderen Bibliothek (2012)
Bei dem Schädel, der inzwischen an das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz in Berlin übergeben wurde, handelt es sich nicht um jenen, den auch Choris zeichnete; was das von Chamisso weiter Mitgeteilte bestätigt. Und wie bei ihm kaum anders zu erwarten, schloß er die besagte Episode in seinem Reisebericht von 1836 mit einer ebenso aufschlussreichen wie nachdenklichen Überlegung. Sie zeigt, dass sich Chamisso – übrigens als einer der ganz wenigen seiner Zeit, und damit einmal mehr dieser voraus – des Frevels und Vergehens der Mannschaft der „Rurik“ bewußt war, nachdem sie die Grabstelle von Eskimos im Kotzebue-Sund plünderten. „Unsere habsüchtige Neugierde hat diese Grabmäler durchwühlt, die Schädel sind daraus entwendet worden. Was der Naturforscher sammelte, wollte der Maler, wollte jeder auch für sich sammeln. …Es wurde zu spät bemerkt, was besser unterblieben wäre. Ich klage uns darob nicht an, wahrlich, wir waren alle des menschenfreundlichsten Sinnes, und ich glaube nicht, dass Europäer sich gegen fremde Völker, gegen ‚Wilde’ (Herr von Kotzebue nennt auch die Eskimos "Wilde“) musterhafter betragen können, als wir allerorten getan, namentlich unsere Matrosen verdienen in vollem Maße das Lob, das ihnen der Kapitän auch gibt. Aber hätte dieses Volk um die geschändeten Gräber seiner Toten zu den Waffen gegriffen: Wer mochte da die Schuld des vergossenen Blutes tragen?“

Mittwoch, 11. September 2013

Das Hitzig-Mausoleum auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof

Fotos des Hitzig-Mausoleums finden
Sie auf der Website der Architekten:
www.nedelykov-moreira.com
Das Familienmausoleum wurde 1881/82 für den Architekten Friedrich Hitzig von dessen Schüler Hermann Ende errichtet. Friedrich Hitzig war ein Sohn von Chamissos Freund und Biograf Julius Eduard Hitzig. Seine sterblichen Überreste und die seiner Frau wurden in das Mausoleum umgebettet. Es wurde 2008/09 restauriert. Mehr Infos

Montag, 12. August 2013

Schlemihl übersetzt und bebildert

Von Bernd Ballmann (London) - In wie vielen Sprachen (außer Deutsch) ist Peter Schlemihl's wundersame Geschichte veröffentlicht worden? 
Die Frage ist leicht, die Antwort schwierig. Und was heißt veröffentlicht? In welcher Form? 
Hier eine kleine Recherche im WorldCat, Stand vom 08.08.2013. Die Eingabe "Peter Schlemihl / Everything" ergibt "about" 608 Treffer mit folgenden 23 Zielsprachen: English / French / Spanish / Italian / Danish / Catalan / Turkish / Portuguese / Dutch / Esperanto / Chinese / Afrikaans / Armenian / Asturian / Basque / Finnish / Irish / Greek (modern) / Hungarian / Icelandic / Japanese / Romanian / Yiddish.

Sonntag, 11. August 2013

Gräflicher Besuch in Kunersdorf

Die Märkische Oderzeitung berichtete am 9. August über den Besuch von Heldgard Gräfin Grote-Schachten im Chamisso-Literaturhaus in Kunersdorf. Dazu ein Postskriptum der Leiterin Margot Prust: "Zu ergänzen wäre noch der Folgebeitrag der MOZ vom 10. 08. , da uns am 09. 08. Frau Minister, Prof. Sabine Kunst (Ministerium Wissenschaft, Forschung, Kultur des Landes Brandenburg)  besuchte. Bei diesem Treffen  überbrachte sie einen Förderantrag in Höhe von  2 000 Euro, der  für den Kunersdorfer Musenhof, als auch als Zuschuss für die Faksimile-Handschrift bestimmt ist. In ihrer Begleitung erschienen der Landrat des Kreises Märkisch-Oderland – Gernot Schmidt, der Amtsdirektor – Dirk Birkholz und einige Vertreter des Ministeriums.  Es entstand ein lebhaftes Gespräch im Garten über die Arbeit vor Ort, als auch über Aktionen der Chamisso-Gesellschaft e. V.."

Dienstag, 6. August 2013

Artikel zum 175. Todestag Adelbert von Chamissos

Auf literaturkritik.de sind zwei Artikel aus Anlass des 175. Todestages von Chamisso am 21. August 2013 erschienen, einer über den Autor selbst und einer über die sogenannte "Chamisso-Literatur" von Autoren nichtdeutscher Herkunft.

Der Webmaster bittet die Leser um Hinweise auf weitere Veröffentlichungen (mit Links), damit hier ein Überblick über die Rezeption zum Todestag entstehen kann.

Dieter Lamping: Peter Schlemihls wundersamer Autor. Zum 175. Todestag Adelbert von Chamissos - www.literaturkritik.de

Natalia Shchyhlevska: Chamisso-Literatur. Einige Anmerkungen zu ihrer Definition, Provenienz und Erforschung - www.literaturkritik.de

Frank Dietschreit im Kulturradio über Peter Schlemihlhttp://www.kulturradio.de/rezensionen/buch/2013/chamisso-peter-schlemihls-wundersame-geschichte.html

Bruno Preisendörfer in der Welt über Chamissos Reise um die Welt:
http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article119187926/Vom-Traum-Walfische-zu-zaehmen.html

Kalenderblatt von Christian Linder auf Deutschlandradio Kultur:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/2223059/

Theodor Karst im Reutlinger General-Anzeiger:
http://www.gea.de/nachrichten/kultur/deutscher+dichter+aus+frankreich.3313410.htm

Klaus Walther in der Freien Presse:

Montag, 5. August 2013

Schloss Nennhausen

Chamisso war in Nennhausen ein gern gesehener Gast, dort lebte von 1803 bis 1833 der Dichterfreund Fouqué, der Peter Schlemihls wundersame Geschichte herausgab. Auch Kleist, E. T. A Hoffmann, die Brüder Schlegel und Wilhelm von Humboldt kamen zu Besuch, die Hausherrin Caroline de la Motte-Fouqué war eine produktive Schriftstellerin. In den letzten Jahren ist das in DDR-Zeiten stark heruntergekommene Anwesen durch die Familie von Stechow wieder zu einem attraktiven Ausflugsziel für die Berliner gemacht worden. Der im 18. Jahrhundert angelegte Schlosspark ist wieder als Gartendenkmal erkennbar und öffentlich zugänglich. Es finden auch Kulturveranstaltungen in der Tradition des Musenhofes statt. Ab sofort hat das Schloss eine ansprechende neue Website, auf der man sich informieren kann: www.schloss-nennhausen.de

Freitag, 2. August 2013

Schlemihl als Geldanlage

Geld spielt eine zentrale Rolle in Peter Schlemihls wundersamer Geschichte. Aber wieviel ist sie eigentlich wert? Das Antiquariat Voerster bietet eine Erstausgabe von 1814 für 5500 Euro an. Gut möglich, dass ihr Wert in den kommenden Jahren steigt - wir arbeiten dran! Zum Angebot

Sonntag, 28. Juli 2013

Peter Schlemihl - erstmals in Arabisch

Peter Schlemihls wundersame Geschichte ist bisher in 23 Sprachen übersetzt worden, aber noch nie ins Arabische. Nun hat Lobna Fouad, Dozentin für deutsche Linguistik und Übersetzerin an der Philosophischen Fakultät der Helwan Universität in Kairo, mit einer Übertragung von Chamissos Beitrag zur Weltliteratur begonnen. Gesucht wird noch ein Verlag, in dem die arabische Übersetzung erscheinen könnte. Lobna Fouad hat einen Auszug aus ihrer Übersetzung zu Verfügung gestellt, der hier veröffentlicht wurde. Eine aktuellere und längere Probe finden Sie seit März 2014 hier.

Die Übersetzerin: Lobna Fouad Mohammad Mohammad Ali (*1. 8. 1971 in Kairo)



Beruf: Dozentin für deutsche Linguistik und Übersetzung (Deutsch-Arabisch / Arabisch Deutsch) an der Germanistischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Helwan Universität in Kairo/ Ägypten 



Bildung: Absolventin der Deutschen Evangelischen Oberschule in Kairo (DEO), Jahrgang 1990

- Absolventin der Germanistischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Kairo Universität mit Auszeichnung und Ehrengrad 1994
- Magisterarbeit mit Auszeichnung von der Kairo Universität 2001
- Doktorarbeit mit Auszeichnung von der LMU-Universität in München (unter Betreuung von Prof. Dr. Konrad Ehrlich) und von der Helwan Universität Kairo (Channel-Studium der ägyptischen Studienmission) 2010

Publikationen: 
- (2003): Die Problematik der Wortarteinteilung im Deutschen und Arabischen. Eine konfrontative Studie (Abstract zur Magisterarbeit).  In: Kairoer Germanistische Studien (KGS), hrsg. von: Aleya Ezzat Ayad, Nadia Metwally, Hilda Matta und Markus Fischer. Bd. 13, Kairo, S. 323- 329. 
- (2008): Zur Form und Funktion des Partizips I im Deutschen und Arabischen aus funktional-pragmatischer Perspektive. Eine kontrastive Studie. (Abstract zur Doktorarbeit). In: Alexandrinische Gespräche, hrsg. von: Renate Riedner und Siegfried Steinmann. Iudicium Verlag, München, S. 304-311. 
- (2013): Die als „Präposition“ funktionalisierte Sprachkategorie in der deutschen Gegenwartssprache. Versuch einer funktional-etymologischen Rekonstruktionsanalyse deutscher Präpositionen. In: Sieben Säulen DaF. Aspekte einer Transnationalen Germanistik, hrsg. von: Diana Kühndel, Kristian Naglo und Elisabeth Rink. Synchron Wissenschaftsverlag, Heidelberg, S. 41-61.