Dieses Forum dient dem Austausch über Projekte, die sich mit dem Dichter und Naturforscher Adelbert von Chamisso (1781-1838) beschäftigen. Wenn Sie Chamisso-Projekte vorstellen möchten, Unterstützung suchen oder Veranstaltungen ankündigen wollen, können Sie das auch als nicht registrierter Nutzer tun: Schicken Sie bitte eine Mail mit Ihren Informationen und Fragen an den Webmaster Michael Bienert.
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Donnerstag, 3. Juli 2025

Chamisso-Spaziergang in Berlin-Mitte am 25. Juli 2025 mit Michael Bienert

Freitag, 25. Juli 2025
17 Uhr

"Erworben hab' ich mir der Freunde viele…"
Literarischer Spaziergang mit Adelbert von Chamisso in Berlin-Mitte

Treffpunkt: wird bei Anmeldung mitgeteilt

Erworben hab ich mir der Freunde viele", lautet eine Zeile in Adelbert von Chamissos Gedicht „Berlin“. Als Student hat er an der Einrichtung des ersten Naturkundemuseums mitgearbeitet, später der Universität wichtige Sammlungsstücke von seiner Weltreise geschenkt. Mit E. T. A. Hoffmann hat er an literarischen Projekten gearbeitet und wurde von Alexander von Humboldt gefördert. Heute pflegt die Staatsbibliothek den umfangreichen literarischen Nachlass des Dichters und Naturforschers, der im Rahmen eines großen Digitalisierungsprojekts für Forscher in aller Welt zugänglich gemacht wurde. In Berlin-Mitte liegen die Knotenpunkte des Chamisso-Netzwerks besonders nah beieinander. Geleitet wird die Spurensuche von Michael Bienert, der seit vielen Jahren zu Chamisso publiziert und Stadtspaziergänge ins Berlin des frühen 19. Jahrhunderts anbietet. In seinem Buch „Das romantische Berlin“ (vbb, 2022) übernimmt ein Nachfahre Peter Schlemihls, der berühmtesten Figur aus Chamissos Werk, die Rolle des Erzählers und eines mit Siebenmeilenstiefeln ausgerüsteten Stadtführers. Für den Abendspaziergang reicht normales Schuhwerk aus!

Teilnahme kostenlos, wir bitten um Anmeldung beim Veranstalter: Literatur-Salon Potsdamer Straße, Nägele/Markert, chamisso-projekt@email.de, mobil: 01522 7181579

Das Projekt wird gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg.

 

Dienstag, 6. Juni 2023

Chamisso in Saarlouis

Seit 2009 finden in Saarlouis regelmäßig Chamisso-Abende statt, so auch wieder am 13. Juni:

https://www.wochenspiegelonline.de/news/detail/chamisso-hoeren-und-sehen

Donnerstag, 16. März 2023

Chamisso-Matinee im Kurt Mühlenhaupt Museum am 2. April 2023

Kurt Mühlenhaupt: Chamissoplatz

Am Chamissoplatz in Kreuzberg hatte Kurt Mühlenhaupt sein Künstleratelier. Auf den Friedhöfen am Halleschen Tor liegen Chamisso und er nur unweit voneinander entfernt. Auch wenn beide ein ganzes Jahrhundert trennt, so sind sie doch vereint. Durch und durch Berliner Köpfe, haben sie sich ins Gedächtnis der Stadt eingeschrieben. Adelbert von Chamisso war ein französischer Berliner, ein Bürger adeliger Herkunft, Offizier und Literat, Übersetzer und Forschungsreisender, Wissenschaftler und Menschenfreund. Peter Schlemihls wundersame Geschichte machte ihn berühmt, nicht minderberühmt waren seine Freunde, wie z. B. Rahel Varnhagen oder E.T.A. Hoffmann. Nach beiden sind heute ebenfalls Straßen in Kreuzberg benannt – unweit der Friedrichstraße, wo damals im 19. Jahrhundert auch Chamisso gelebt hat. 

Über Chamissos Berlin und den Berliner Chamisso wollen wir mit Michael Bienert ins Gespräch kommen. Seit Jahrzehnten befasst er sich mit Berliner Geschichte, hat Bücher über unsere Stadt veröffentlicht und gibt auf geführten Spaziergängen Einblick in die Topografie des historisch-literarischen Berlins. Als Chamisso-Experte weiß er, wie der Nachlass des Dichters in die Berliner Staatsbibliothek kam, wie man heute über den Literaten und sein Werk in Alaska denkt, warum Heidelbeeren und eine Schmetterlingsart nach ihm benannt sind oder wie der Schlemihl ins Arabische übersetzt wurde. In Bienerts Buch Das romantische Berlin tritt ein Nachfahre Schlemihls als Cicerone auf, der durch die heutige Stadt führt. In einer Lesung und im Gespräch nimmt uns der Autor mit auf eine Reise ins Werk und in die Denkwelt Adelbert von Chamissos. 

Termin: Sonntag | 02. April 2023 | 11:00 Uhr im Kurt Mühlenhaupt Museum, Fidicinstraße 40
10965 Berlin, Kreuzberg

Eintritt: 8 €. Es gibt Sekt, Bier und Kaffee auch Schmalzstullen und Gurken. Sie können gern Plätze reservieren: karten@muehlenhaupt.de oder telefonisch unter 030 61627505. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Freunde des Kurt Mühlenhaupt Museums e.V. statt.

Samstag, 25. Juni 2022

200. Todestag von E. T. A. Hoffmann - Podcast - Termine für neue Spaziergänge

Zum 200. Todestag von E. T. A. Hoffmann ist auf rbb24 Inforadio ein schöner Beitrag gesendet worden, aus diesem Anlass hat der Webmaster des Chamisso-Forums die Termine für Hoffmann-Spaziergänge im Rahmenprogramm der kommenden Ausstellung der Staatsbibliothek veröffentlicht: https://www.inforadio.de/rubriken/wissen/geschichte/2022/06/e-t-a-hoffmann-schriftsteller-romantik-200-todestag-veranstaltung.html . Sie sind auch hier zu finden: http://www.text-der-stadt.de/e_t_a_hoffmanns_berlin.html

Montag, 18. April 2022

Freitag, 25. März 2022

Nellja Veremej: Fragen an die innere Russin

"Solche wie ich, die nicht in ihrer Muttersprache schreiben, werden oft als Chamisso-Autoren bezeichnet – nach dem Mann, der ein gebürtiger Franzose war und ein deutscher Dichter. Seinerzeit, während der napoleonischen Kriege, war er mit falschem Pass und falschem Akzent am falschen Ort, der aber sein Zuhause war und Berlin hieß. In dieser Zeit entstand ein deutsches Nationalbewusstsein und ein Motor dieser Euphorie war der Kampf gegen Frankreich. Die deutsch-russische Freundschaft wurde gefeiert, alles Französische war verhasst, so dass Chamisso 1813 in Kunersdorf, einem Gutshof in Brandenburg, Zuflucht suchte und fand, um nicht in Berlin Feindseligkeiten als Franzose ausgesetzt zu sein. 

Seinen berühmtesten Text hat Chamisso während des Krieges geschrieben: Sein Schlemihl ist ja in gewissem Sinne eine Frucht des Krieges. Im Schloss seiner Gastgeber, der Familie von Itzenplitz, saß Chamisso im Bibliothekzimmer am offenen Fenster, den Blick auf den schönen Park gerichtet, und schrieb seinen Schlemihl, der dem fremden grauen Mann seinen Schatten verkauft. Geld hat er seitdem im Überfluss, aber keine Ruhe mehr: Er wird durch die Welt getrieben, ,durch frühe Schuld von der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen´, wie Chamisso selbst, der in Frankreich zu der von den Revolutionären verhassten Minderheit der Adeligen gehört hatte und dann im preußischen Berlin zu den gehassten Franzosen.

Für seine Leiden wurde Chamisso dann schließlich entlohnt, als Dichter gefeiert und auch als Wissenschaftler, aber erst, als wieder Ruhe eingekehrt war. Und während ich diese Zeile schreibe, zähle auch ich die Stunden und Minuten, bis dieser Krieg zu Ende geht." 

Die Chamisso-Preisträgerin Nellja Veremej, deutschsprachige Autorin mit russischen Wurzeln und Verwandten in der Ukraine, hat über ihre Zerrissenheit in diesen Tagen einen Text im Tagesspiegel veröffentlicht, hier nachzulesen: https://plus.tagesspiegel.de/fragen-an-die-innere-russin-will-ich-auch-ein-bisschen-opfer-sein-433537.html

Montag, 31. Januar 2022

Und was ist denn der Schatten?

Im neu eröffneten Romantik-Museum in Frankfurt am Main hat Chamissos Peter-Schlemihl-Novelle selbstverständlich einen festen Platz. Dort ist auch eine kleine, feine Publikation unter dem Titel Und was ist denn der Schatten? erschienen, verfasst von Jutta Weber, die in der Berliner Staatsbibliothek lange mit dem Nachlass Adelbert von Chamissos befasst war - und im Ruhestand weiterhin Vorsitzende der Chamisso-Gesellschaft geblieben ist. "Die Interpretationsmöglichkeiten des Peter Schlemihl sind ohne Zahl, und gerade deshalb interessiert er uns noch heute", lautet Webers Fazit. Das farbig illustrierte Heft hat 24 Seiten, eignet sich wunderbar zum Verschenken, hat auch eine ISBN (978-3-946276-02-9) ist aber seltsamerweise nicht im Onlineshop des Romantik-Museums auffindbar. Bestellbar ist es jedoch über die Chamisso-Gesellschaft zum Preis von 5 Euro zzgl. 2 Euro Versandkosten (https://www.chamisso-gesellschaft.de/kontakt/).

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Pierre Schlemihl führt durch Berlin

"Anstatt die Romantik aus historischer Perspektive aufzurollen, geht Bienert von den Orten, den oft noch vorhandenen Schauplätzen aus, die Geschichte und Geschichten erzählen. So nimmt er seine Leser mit zum Goethedenkmal im Tiergarten, Symbol des Kults um den Dichter, in die Jägerstraße, wo Wilhelm und Alexander von Humboldt aufwuchsen und später, zusammen mit anderen in der Dachstube Rahel Varnhagens zu Gast waren. Er wirft auch einen Blick auf die Charité, die damals aus dem Pflegenotstand heraus Prostituierte als Krankenschwestern rekrutierte, und auf den Monbijouplatz, wo Bettine und Achim von Arnim inmitten von Rosen und Jasmin ihre heimliche Hochzeitsnacht verbrachten. Dass Bienert dazu den fiktiven Stadtführer Pierre Schlemihl einführt, wäre gar nicht nötig gewesen. Auch so folgt man dem Autor gern überallhin und könnte bei der Lektüre völlig abtauchen in das damalige Lebensgefühl, würde das Buch nicht auch die heutige Stadt in den Blick nehmen", schreibt Ulrike Wiebrecht im Tagesspiegel über das neueste Buch des Webmasters.
Hier in Gänze lesen



Mittwoch, 29. September 2021

Romantik im Doppelpack

Geschafft! Der Webmaster des Chamisso-Forums muss nur noch darauf warten, dass Brüderchen und Schwesterchen aus der Druckerei kommen. Ende Oktober 2021 werden DAS ROMANTISCHE BERLIN und E. T. A. HOFFMANNS BERLIN im Buchhandel erhältlich sein (Verlag für Berlin-Brandenburg, 176 bzw. 184 Seiten, jeweils über 150 Abbildungen, meist in Farbe, pro Band 25 Euro). In beiden Bänden spielt Adelbert von Chamisso eine Rolle, im ROMANTISCHEN BERLIN ist er sogar von ganz zentraler Bedeutung. Denn das Buch schildert einen Siebenmeilen-Spaziergang durch Raum und Zeit mit einem Ururururenkel von Peter Schlemihl, der berühmtesten Figur des Dichter Chamisso. Pierre Schlemihl ist wie sein Vorfahr Naturwissenschaftler und hat eine starke Neigung zur Poesie. Er führt die Leser ins Berlin von Kleist, Heine, Eichendorff, Tieck, Rahel, Henriette Herz und vielen anderen Zeitgenossen...

Donnerstag, 10. Juni 2021

Das romantische Berlin. Literarische Schauplätze

Im sechsten Band der Buchreihe Literarische Schauplätze wandert ein Stadtführer mit Siebenmeilenstiefeln durch das heutige Berlin. Er sucht nach sichtbaren Spuren der Romantik und fragt: Was hat es mit dem Kleisthaus und der Eichendorffgasse, mit dem Dorothea-Schlegel-Platz oder dem Humboldt Forum auf sich? Wo waren die Treffpunkte romantischer Netzwerke? Welche Orte inspirierten vor 200 Jahren zu verträumten oder frechen Texten über Berlin? Auf dem romantisierenden Streifzug kommen viele Stimmen zu Wort: Bettine von Arnim und Rahel Varnhagen, Goethe und Schiller, Heine und Tieck, Kleist und Eichendorff, auch Durchreisende wie Napoleon, Stendhal und Germaine de Staël - und selbstverständlich Adelbert von Chamisso!

Das neue Buch von Michael Bienert erscheint im Oktober 2021 zusammen mit der 2. Auflage von E. T. A. Hoffmanns Berlin in gleicher Ausstattung.

Michael Bienert: Das romantische Berlin. Literarische Schauplätze, ca. 200 Seiten, ca. 200 Abbildungen Hardcover mit Schutzumschlag,  Format: 21,0 x 22,5 cm,  ISBN 978-3-96982-024-7, € 25,00

Sonntag, 2. Juni 2019

Exil und Kreativität

Eine Sendung des Deutschlandfunks über Chamisso und andere Autoren, die von der Trennung von ihrem Herkunftsland profitierten. Das Manuskript ist auch als PDF verfügbar:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/exil-und-kreativitaet-ueber-das-schreiben-in-der-fremde.974.de.html?dram:article_id=450287

Montag, 15. April 2019

Dienstag, 11. Dezember 2018

Schlemihl unter Studentinnen in Ägypten

So also sieht es also in der Deutschabteilung für Frauen an der Al-Azhar Universität - der Männer- und Frauencampus sind getrennt - aus. Zweieinhalb Stunden lang hat dort Lobna Fouad ihre Schlemihl-Übersetzung vorgestellt. "Mittlerweile ist Schlemihl in Ägypten populär geworden", schreibt sie. Die Fotos zeigen sie mit einer Urkunde mit dem Titel des Werks auf Arabisch und Prof. Abdullah Abu Hasha und Prof. Sayed Hamam, dem Leiter und Betreuer des Studentinnencampus...

Sonntag, 2. Dezember 2018

Schlemihl im Sender Nile Culture

Eine halbstündige Fernsehsendung mit der Übersetzerin Lobna Fouad über Peter Schlemihl - auf Arabisch! Mit Auszügen aus Ulrike Ottingers Film "Chamissos Schatten".

Donnerstag, 29. November 2018

Schlemihl im arabischen Rundfunk

Lobna Fouad im Studio
Gestern hat die Übersetzerin Lobna Fouad im Radio eine halbe Stunde über Schlemihl und Chamisso gesprochen. Das Programm heisst "Stimme der Araber" und richtet sich an alle arabischen Länder.

Dienstag, 4. September 2018

Spendensammlung für Chamisso-Museum erfolgreich!

Der Förderverein Kunersdorfer-Musenhof e. V. teilt mit: "Unsere Spendenaktion auf der Startnext-Plattform wurde am 31. 08. 2018 erfolgreich beendet. Nach sehr spannenden acht Wochen – nach warten, hoffen, bangen und großer Freude, konnten wir das erste Projektziel mit einer Spendensumme von 31.835 Euro erreichen. Zusätzlich sind zahlreiche Spenden auf dem Konto des Vereins eingetroffen. So erhielten wir verblüffend viele Unterstützungen aus fast allen Bundesländern, sogar aus Norwegen und England. Auch die Vereine „Die Möhre“ in Reichenow und der „Museumsverein Altranft“ haben einen Beitrag geleistet. Allen, die an uns glaubten, allen großen und kleinen Spendern, allen, die unseren Aufruf geteilt haben, sei auf diesem Wege sehr herzlich gedankt. Der Vorstand bedankt sich auch herzlich bei allen Akteuren, die zu diesem Projekt mit Ideen und Taten aktiv beitrugen. Ein besonderer Dank geht an die Filmemacher Saeed Pirkeh und seine Frau Fariba, an Hannelore und Peter Pflughaupt, an Sandra Knopke und Saskia Klemm, die Findling Verlegerinnen.