Dieses Forum dient dem Austausch über Projekte, die sich mit dem Dichter und Naturforscher Adelbert von Chamisso (1781-1838) beschäftigen. Wenn Sie Chamisso-Projekte vorstellen möchten, Unterstützung suchen oder Veranstaltungen ankündigen wollen, können Sie das auch als nicht registrierter Nutzer tun: Schicken Sie bitte eine Mail mit Ihren Informationen und Fragen an den Webmaster Michael Bienert.
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Mittwoch, 9. August 2023

Zum Kulturtransfer bei Chamisso: Tagung in Gießen am 13. und 14. Sepember 2023

 

»Français en Allemagne et Allemand en France«. Formationen und Figurationen des Kulturtransfers bei und um Adelbert von Chamisso

Justus-Liebig-Universität Gießen

MITTWOCH, 13. SEPTEMBER 2023

13.00–13:30 Uhr: Kirsten von Hagen (Gießen) / Nikolas Immer (Trier): Einführung

SEKTION I: Korrespondenz und Kooperation Moderation: Nikolas Immer

13.30–14.15 Uhr: Anne Baillot (Le Mans) / Anna Busch (Potsdam): »[I]ch sehe wohl, daß wenn ich deutsch reden will, so werde ich wohl ins Bordel gehen müßen [...].« Der geheime Briefwechsel zwischen Adelbert von Chamisso und Louis de la Foye: Überlieferung und Edition

14.15–15.00 Uhr: Monika Sproll (Bielefeld): Chamissos Reisebriefe an Graf Romanzoff – Nachrichten aus der Ferne

15.00–15.45 Uhr: Selma Jahnke (Berlin): »Jene Zeit, die nie zuvor dagewesen, die nie wiederkehrende«. Die Funktion von Adalbert von Chamisso als Figur in Helmina von Chézys Text Juliette Récamier. Ein Nekrolog

15.45–16.15 Uhr: Kaffeepause 

SEKTION II: Annäherung und Appropriation Moderation: Nikolas Immer

16.15–17.00 Uhr: Kirsten von Hagen (Gießen): Vom Entwurzeln und Pfropfen – Chamissos künstlerische Aneignung

17.00–17.45 Uhr: Volker Mergenthaler (Marburg): Französisches in Chamissos Deutschen Musenalmanachen

17.45–18.45 Uhr: René-Marc Pille (Paris): Zur Wandlung des Chamisso-Bildes – Versuch einer kritischen Zwischenbilanz 

DONNERSTAG, 14. SEPTEMBER 2023

SEKTION III: Textur und Transformation Moderation: Kirsten von Hagen

8.30–9.15 Uhr: Hannah Schlimpen (Trier): ›Couper, tailler, corriger‹. Chamissos Revisionen am Manuskript der französischen Erstübersetzung seines Peter Schlemihl aus der Feder seines Bruders Hippolyte

9.15–10.00 Uhr: Henning Hufnagel (Freiburg): Der Wanderer und sein Schatten. Schlemihl-Zirkulationen von Chamisso und Hoffmann über Poe bis Baudelaire

10.00–10.30 Uhr: Kaffeepause

SEKTION IV: Kontakt und Konstellation Moderation: Kirsten von Hagen

10.30–11.15 Uhr: Nikolas Immer (Trier): Flanierende Freunde. Chamisso, Varnhagen und Uhland im Paris des Jahres 1810

11.15–12.00 Uhr: Sylvie Le Moël (Paris): »Man redet alle Sprachen der Welt durch- einander«. Chamissos Beitrag zur Entstehung der europäischen Komparatistik in Kontakt mit dem Kreis um Germaine de Staël

12.00–12.45 Uhr: Walter Erhart (Bielefeld): Chamisso in Paris, 1825 12.45–13.45 Uhr: Mittagspause

SEKTION V: Rekurs und Rezeption Moderation: Kirsten von Hagen

13.45–14.30 Uhr: Sarah Thiery (Trier): »Französischer Cavalier« oder »deutscher Volksdichter«? Ideologische Aneignungen Adelbert von Chamissos um 1870/71

14.30–15.15 Uhr: Annette Simonis (Gießen): Der Adelbert von Chamisso-Literaturpreis als Auszeichnung deutschsprachiger transkultureller Literatur am Beispiel von Yoko Tawada

15.15 Uhr: Schlussbesprechung

 

Freitag, 4. November 2016

Familie Chamisso auf der Flucht

Adelbert von Chamisso war das Kind einer Flüchtlingsfamilie. Anders als seine Eltern und Geschwister ist er nicht wieder in seinem Geburtsland Frankreich heimisch geworden, sondern nutzte seine Chance, sich in Deutschland aus der Familientradition zu befreien.

Adelberts Bruder Charles war Augenzeuge des
Sturms auf die Tuilerien in Paris, 1793
Von Michael Bienert - „Von Stadt zu Stadt irrend, ohne Bindungen, ohne Vaterland, fast ohne Hoffnung, die Stütze der Elenden, habe ich das Unglück kennengelernt“, heißt es in einem Schulaufsatz, den der junge Adelbert von Chamisso in Berlin verfasst: „Kaum war es mir vergönnt, den Erzeugern meiner Tage nützlich zu sein. An ihr Schicksal gebunden und ihren Schritten folgend, habe ich Brabant, Holland, das Reich durchmessen; überall bot sich ein Bild des Unglücks meinen Augen; überall fand ich Landsleute von allerhöchstem Rang ins Elend gestürzt.“ Auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg, den die Französischen Revolution auslöst, finden Chamissos Eltern und ihre sechs Kinder 1796 eine sichere Bleibe in Berlin. Am Französischen Gymnasium holt der spätere Dichter und Naturforscher in Einzelstunden ein wenig Schulbildung nach. Kurz nach seinem 17. Geburtstag wird er in eine Fähnrichsuniform gesteckt und zum Exerzieren geschickt. Kanonenfutter kann der preußische König immer brauchen, die Herkunft spielt keine Rolle.
Der Vater Louis Marie de Chamissot, Graf von Boncourt, hofft auf eine glänzende Offizierslaufbahn für seinen zweitjüngsten Sohn. Früher hat der Graf eine berittene Kompagnie von Schweizergardisten des französischen Königs kommandiert. Die Familie Chamissot ist dem Königshaus seit Jahrhunderten eng verbunden. So dienen Hippolyte und Charles, die beiden ältesten Söhne des Grafen, als Pagen am Hof von Versailles und bereiten sich auf eine Karriere am Hof und in der Armee vor, bis die Revolution in Frankreich alle Zukunftspläne zunichte macht. Weiterlesen

Mittwoch, 28. Mai 2014

Briefedition Chamisso an de La Foye


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Bei dem Workshop „Datenmodellierung in digitalen Briefeditionen und ihre interpretatorische Leistung. Ontologien, Textgenetik und Visualisierungsstrategien“, der am 15. und 16. Mai 2014 an der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet wurde, wurde eine digitale Briefedition Adelbert von Chamissos an seinen Freund Louis de La Foye vorgestellt. Die Ankündigung des Vortrags „Brief im Netz - Die Briefedition Adelbert von Chamisso an Louis de La Foye als Teil einer größeren Gesamtstruktur“ und das dazugehörige Poster finden Sie hier. Die Edition selbst können Sie hier einsehen.

Dienstag, 7. Januar 2014

Krimi um Ifflands Korrespondenz - Provenienzstreit um das Archiv des Berliner Nationaltheaters

Konvolut mit einem Brief Ifflands.
Foto: Antiquaria
Die Sache kam uns gleich dubios vor: Im vergangenen Herbst erreichte uns die Nachricht, auf der Ende Januar stattfindenden Antiquaria-Messe in Ludwigsburg werde das verschollene Korrespondenzarchiv des Berliner Nationaltheaters am Gendarmenmarkt aus der Zeit um 1800 zum Verkauf angeboten. Ein kulturhistorischer Schatz, 34 Bände mit etwa 6000 Briefen, darunter etwa 1000 Korrespondenzentwürfe des berühmten Schauspielers und Intendanten August Wilhelm Iffland. Wie aber kam dieses Archiv einer öffentlichen Institution in Privatbesitz, die Voraussetzung dafür, dass es nun auf dem Markt feilgeboten wird? Das hat sich auch der Berliner Senat gefragt und rechtliche Schritte gegen den Verkauf eingeleitet. Für den TAGESSPIEGEL hat Peter von Becker den Provenienzkrimi recherchiert, hier ist er nachzulesen.

Zur Beschreibung des Konvoluts im Katalog (S. 48f.)

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Briefe um 1800 - Tagung in Berlin

Vom 27. bis 29. November findet im Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität eine Tagung zur Briefkultur - mit dem verrätselnden Untertitel "Zur Medialität von Generation" - statt. Unter anderem hält Monika Sproll einen Vortrag über "Gelebtes  Wissen  in  Naturkunde  und  Literatur  in  den   Briefen  von  Georg  Adolf  Erman  an  Adelbert  von  Chamisso". Das gesamte Tagungsprogramm wurde heute veröffentlicht, Sie finden es hier.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Chamisso-Magazin Nr. 9

Zur Frankfurter Buchmesse ist das neunte Chamisso-Magazin der Robert-Bosch-Stiftung erschienen, bei dem diesmal der Namensgeber des Chamisso-Preises im Mittelpunkt steht. Das Magazin enthält unter anderem folgende Beiträge:
- Klaus-Dieter Lehmann: Adelbert von Chamisso – ein früher Bote im internationalen Kulturaustausch  
- René-Marc Pille: Vom französischen Adelsemigranten zum deutschen Dichter. Zu Chamissos literarischem Sprachwechsel  
- Michael Bienert: Die Stunde der Editorinnen. Wissenschaftliche Editionen im Internet und Buchneuerscheinungen 
- Monika Sproll: »schwärmend in fremdartiges mich umzusehen« Chamissos Korrespondenzen im Januar 1821 
- Michael Bienert: Mit Siebenmeilenstiefeln durch Berlin im Jahr 1832 – und heute
Download kostenlos unter http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Chamisso_Magazin_9_2013.pdf

Freitag, 1. März 2013

CHAMISSO-Magazin Nr. 8 erschienen - Interview zur Digitalisierung des Nachlasses

Aus Anlass der Verleihung der Chamisso-Literaturpreise am 28. Februar ist das achte CHAMISSO-Magazin der Robert-Bosch-Stiftung erschienen, das die drei Preisträger ausführlich vorstellt und das hier zum kostenlosen Download bereitsteht. 

Das Magazin enthält auch das unten wiedergegebene Interview von Michael Bienert mit den drei Mitarbeiterinnen der Staatsbibliothek zu Berlin, die den Nachlass Adelbert von Chamissos erschließen. 1938 ging er aus Familienbesitz an die Staatsbibliothek, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er in die Sowjetunion verschleppt und kehrte 1958 nach Ost-Berlin zurück. Mit Hilfe der Robert-Bosch-Stiftung wird der schriftliche Nachlass zur Zeit wissenschaftlich erschlossen, digitalisiert und im Internet veröffentlicht. Jutta Weber leitet das Projekt, sie hat es als stellvertretende Leiterin der Handschriftenabteilung in der Staatsbibliothek auf den Weg gebracht. Anja Krüger als Diplom-Archivarin und die Literaturwissenschaftlerin Monika Sproll arbeiten sich seit Anfang 2012 Blatt für Blatt durch den umfangreichen Nachlass.

Jutta Weber, Anja Krüger, Monika Sproll
in der Staatsbibliothek zu Berlin
CHAMISSO: Die Staatsbibliothek besitzt viele bedeutende Nachlässe, was zeichnet den von Chamisso besonders aus?
JUTTA WEBER: Es ist ein ungewöhnlich vollständiger Nachlass, er umfasst alle Arten von Dokumenten, die man sich nur wünschen kann: Briefe, Urkunden Reiseaufzeichnungen, Notizbücher, Werkmanuskripte, das meiste unveröffentlicht. Das alles korrespondiert mit anderen Handschriften in der Staatsbibliothek, die viele Nachlässe von Gelehrten des frühen 19. Jahrhunderts besitzt, etwa der Brüder Grimm, der Brüder Humboldt, der Philosophen Fichte und Hegel...
ANJA KRÜGER: Ich bearbeite die Familienbriefe und finde die Geschichte von Chamissos Familie, die wegen der Französischen Revolution 1792 nach Deutschland floh und später teils hier, teils in Frankreich lebte, hoch interessant. Für mich als Archivarin war es aber auch sehr spannend, die Geschichte des Nachlasses herauszuarbeiten. Auf den Nachlasszetteln stehen kleine Zahlen, wir haben inzwischen herausgefunden, dass es sich um Altsignaturen handelt. So können wir jetzt rekonstruieren, was fehlt oder vielleicht später hinzugekommen ist.
MONIKA SPROLL: Für die Literaturwissenschaft ist günstig, dass wir die Materialien eines ganzen Dichterlebens beisammen haben. Man kann nachvollziehen, wie der junge Chamisso sich vom Lyriker zum Prosaautor entwickelt und sich dann doch entscheidet, bei der Lyrik zu bleibt. Man sieht sein Interesse an den Literaturen Europas und über Europa hinaus. Interessant finde ich auch, dass Chamisso in der Literatur die Phantastik liebte, aber als  Wissenschaftler ein strenger Empiriker war. Das war zu seiner Zeit nicht selbstverständlich.
JUTTA WEBER: Das ist ein Nachlass, der nicht nur Literaturwissenschaftler begeistert, sondern auch Naturwissenschaftler!
CHAMISSO: Wann entstand die Idee zur digitalen Veröffentlichung?

Montag, 7. Januar 2013

Unbekannte Briefe von Adelbert von Chamisso


Der Chamisso-Freund und Brief-
empfänger Julius Eduard Hitzig
auf einer Vase, die sich heute im
Stadtmuseum Berlin befindet.
Auf der Rückseite ist Chamisso
abgebildet. Die Vase stammt
aus dem Familienbesitz der
Chamissos, das Foto hat
Jobst Thürauf zur
Verfügung gestellt.
Vier Briefe Adelbert von Chamissos an seinen vertrauten Freund Julius Eduard Hitzig und ein Briefentwurf von Chamisso an seinen Bruder Hippolyte, die auf August bis Oktober 1818, das Ende von Chamissos Weltreise zu datieren sind und im Freien Deutschen Hochstift Frankfurt aufbewahrt werden, werden in einem eben erschienen Beitrag in der Zeitschrift für Germanistik transkribiert, kommentiert und eingeordnet. Diese Briefe sind von den bisherigen Briefeditionen (Hitzig 1839, Palm 1864, Geiger 1905, Petersen/Rogge 1923, Riegel 1934) nicht gedruckt worden. Sie zeigen in unbekannter Deutlichkeit Chamissos zwiespältiges Verhältnis zu seinem die Weltumsegelung abschließenden Aufenthalt im von ihm als „halszuschnürend“ empfundenen St. Petersburg. Darüber hinaus spiegeln die Briefe die Behinderungen bei der Weiterreise durch die dortige Obrigkeit, Chamissos Desillusionierung hinsichtlich der Ergebnisse der Weltreise und seine Skepsis gegenüber der Präsentation des Reisewerks in Form von Expeditionsberichten und naturkundlichen Sammlungen. Zudem verrät eine Briefpassage, dass Chamisso – anders als es seine Reiseberichte vermuten lassen und es die Sekundärliteratur bis heute behauptet – durchaus (wenn auch verspätet) über die offiziellen Instruktionen der russischen Weltumsegelung in Kenntnis gesetzt wurde. Seine Identifikation mit der bekanntesten durch ihn geschaffenen literarischen Figur belegt der Abschlusssatz in einem der Briefe, mit welchem er seinem Freund Hitzig die Rückkehr nach Berlin verspricht: „Schlemiel kom[m]t wieder.“

Anna Busch, Johannes Görbert: „Schlemiel kommt wieder.“ Unveröffentlichte Briefe von Adelbert von Chamisso vom Ende seiner Weltreise. In: Zeitschrift für Germanistik, Heft 1/2013, S. 134-142.

Mittwoch, 14. November 2012

Chamisso küsst Brentano

Eine wenig schmeichelhafte Schilderung meines Schöpfers fand ich heute in einem Brief Clemens Brentanos an die Brüder Grimm, datiert auf den Februar 1810: "Zur großen Verwunderung und Gelächter ist Chamisso, Darkelion Kazzenmaul, vor drei Wochen hier herumgegangen, hat Abschied genommen und ist im Moniteur als professeur suplementair zu Napoléonville verkündet worden, er weiß selbst nicht, was er dort vortragen soll, ich habe ihm gerathen, über Wielands Suplementbände zu lesen, ich vergesse den Kerl nimmer mehr, er hat mich Montags 12 Uhr, als wir von Schede gingen, auf der Gasse umarmt und mir seinen mit Bratensauce grundierten, mit Tabacksöl ausgemalten und mit gefrorenem stinkendem Athem gefirnißten Schnurrbart wie ein nassses besch...s Vogelnest mit zerquetschten Eiern aufs Maul gedrückt." Gefunden in Clemens Brentano und die Brüder Grimm von Reinhold Steig, Stuttgart und Berlin 1914, S. 88. Tatsächlich erhielt Chamisso einen Ruf an ein Lyzeum, reiste Ende Januar 1810 über Hamburg nach Paris, wo sich die Hoffnung auf eine Anstellung zerschlug.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800

Am Montag, den 15. Oktober um 18 Uhr stellt die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Berliner Intellektuelle 1800-1830“ an der Humboldt-Universität zu Berlin (Dorotheenstraße 24, Raum 1.401 des Seminargebäudes) ihre digitale Edition „Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800“ vor. Sowohl das mit Studenten erarbeitete Briefkorpus „Chamisso an de La Foye“, als auch die Sektion, die sich mit neuedierte Werkmanuskripten (Tieck, E.T.A. Hoffmann, Chamisso, Fouqué) beschäftigt, birgt viel Neues. Sie sind herzlich eingeladen!

Donnerstag, 13. September 2012

Das zweite Vaterland - Tagung zu Alexander von Humboldt in Berlin

Alexander von Humboldt war Vorbild und Förderer für Chamisso, lebte lange in Paris und nannte Frankreich "Mein zweites Vaterland". Unter diesem Titel befasst sich eine Tagung an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 20. bis 22. September mit den deutsch-französischen Beziehungen des Gelehrten, sicher auch mit inspirierenden Beiträgen für Chamisso-Forscher. So hält Ingo Schwarz einen Vortrag über "Franzosen in Humboldts Adressenbuch" und Isabella Ferron spricht über seinen Briefwechsel mit französischen Schriftstellern. Weitere Informationen und Programm

Sonntag, 26. August 2012

„Ich habe auf Varnhagens Schoß gesessen“ - Briefe von Antonie an ihren Mann Adelbert von Chamisso

Henrike Both hat für ihrer Bachelorarbeit (HU Berlin) 18 Briefe von Antonie an ihren Mann Adelbert von Chamisso transkribiert und wertet sie zurzeit inhaltlich aus. Die Briefe stammen aus dem Jahr 1823. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich Chamisso zu Forschungszwecken in Greifswald auf. Antonie blieb mit den Kindern in Berlin.
Einen ersten Einblick in die aufschlussreichen Briefe liefert der Eintrag von Dr. Anne Baillot im Caroline von Humboldt Forum.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Die französischen Familienbriefe im Nachlass Chamisso

Am 9. Mai 2012 wird Herr Prof. Dr. René-Marc Pille (Universität Paris-VIII) einen Vortrag zu den französischen Familienbriefen im Chamisso-Nachlass der Staatsbibliothek halten. Der Vortrag beginnt um 17:30 Uhr an der Humboldt-Unversität zu Berlin, Institut für deutsche Literatur, Dorotheenstraße 24, Raum 3.246. Interessierte sind herzlich eingeladen!